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Böller Verbot in München bietet neue Optionen

Der Stadtrat von München hat ein Feuerwerksverbot in der Innenstadt (innerhalb des Mittleren Rings) beschlossen. Zwischen Marienplatz und Stachus wird es sogar gar kein Feuerwerk geben.

Grund dafür ist der verantwortungslose Umgang mit Krachern, Böllern und Knallkörpern, die in Menschenmengen geworfen wurden. Dazu kommt, dass die Werte der Feinstaubbelastung und die Mengen des produzierten Mülls in den letzten Jahren sehr hoch waren. Die Natur leidet oft unter dem Vergnügen der Menschen – so trägt der Lärm auch dazu bei, dass Vögel als Panikreaktion durch den Lärm und die Lichter aufgescheucht werden. Oftmals fliegen sie viel höher in den Himmel als sie es sonst tun und erreichen Höhen von bis zu 1000 Meter, statt den üblichen 100 Metern. Das Problem dabei ist, dass wichtige Energiereserven der Vögel, die für den Winter gespeichert sind, plötzlich aufgebraucht werden. Da viele Vögel auf Sicht fliegen, sorgen die bunten Feuerwerkskörper dazu noch für einen Verlust der Orientierung. Durch das Verlassen des Nestes können Eier oder Küken sterben. Mit der derzeitigen Umweltkrise regt das natürlich zum Denken an.

Doch der komplette Verzicht auf Feuerwerk zu Silvester sollte auch nicht sein, da es für viele Spaß bringt, Tradition ist und ein Symbol für einen Neustart sein kann. Aus diesem Grund wurden Raketen auch nicht komplett verboten. Auch äußeren Umkreis von Städten und Dörfern wird das Feuerwerk nicht verboten. Trotzdem sollte in Zukunft mehr Rücksicht auch auf die Natur genommen werden – so rät zum Beispiel der Ornithologe Norbert Schäffer in einem Tagesspiegel Artikel den Leuten: „zumindest ein paar hundert Meter Abstand zu Schutzgebieten oder größeren Wasserflächen, an denen besonders viele Vögel ruhen“ einzuhalten.

Wer sich doch in der Stadt befindet, kann aber auch Alternativen finden. Zum Beispiel gibt es in jeder Stadt ein großes Feuerwerk, statt vielen kleinen. Eine weitere moderne Alternative sind Licht- und Lasershows mit Musik. In München gibt es schon einige Optionen, beispielsweise in Erding. In China gibt es sogar schon Drohnen-Lichtkunst, die mit einer Choreografie programmiert wurden – eine Idee, die vielleicht auch nach Deutschland gebracht werden könnte. Auch Feuershows, Fackeln, Laternen oder Wunderkerzen sind schöne Alternativen. Das Verbot mag für viele vielleicht zunächst verärgernd sein, jedoch bieten sich dadurch neue Optionen für ein schönes Silvester und ein Bewusstseinswandel.

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Geschrieben von Nina von Kalckreuth

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