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Was machen Ingenieure ohne Grenzen?

Im Jahre 2015 wurden 17 nachhaltige Ziele erstellt, die bis 2030 weltweit eingehalten werden sollen. Neben Punkten wie Gleichberechtigung oder das Beenden der Armut, steht die Industrie, Innovation und Infrastruktur an neunter Stelle der globalen Ziele.

„Unsere Vision ist eine Welt, in der alle Zugang zu Grundinfrastruktur haben und somit ein Leben in Würde führen können.“ (Ingenieure ohne Grenzen)

Als eine gemeinnützig anerkannte Hilfsorganisation trägt die „Ingenieure ohne Grenzen“ zu den weltweit erstrebten Zielen bei. Hier werden akute Probleme in Bereichen Wasser-, Sanitär-, Energieversorgung und Brückenbau gelöst. Dabei wird auf die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen und vor allem auch auf die Hilfe zur Selbsthilfe gesetzt, denn für die Hilfsorganisation bedeutet wirksame Unterstützung: „dass ein Projekt erst dann abgeschlossen ist, wenn es Menschen vor Ort selbständig weiterführen können“.

Ein Projekt: „Water is Light“

„Paul Nyuoh war im Oktober 2017 einer von 12 Teilnehmern einer 4-wöchigen Schulung zur Mechanik und Elektronik des WIL Systems, welche beim lokalen Projektpartner ACREST in Kamerun durchgeführt wurde. Mitte 2018 nahm Paul erneut mit uns Kontakt auf und erzählt von der erfolgreichen Umsetzung seines Projektes: Nach der Schulung kehrte Paul in sein Heimatdorf zurück, mit dem Ziel das gelernte Wissen direkt anzuwenden und dort eigenständig eine Turbine zu installieren. Diese sollte den Dorfbewohnern die Möglichkeit geben ihrer Handys und Smartphones vor Ort zu laden sowie ihre Häuser zu beleuchten. Nachdem er den Vorstand seines Dorfes überzeugen konnte und von seiner Familie sowie von Freunden finanzielle Unterstützung zugesagt bekam, konnte Paul den Bau einer eigenen Turbine realisieren und sie anschließend an einem dem Dorf nahegelegenen Fluss installieren. Seine Turbine liefert – trotz einigen qualitativen Beanstandungen sowie Installationsmängeln – genug umweltfreundlichen Strom, so dass die umliegenden Bewohner des Dorfes gegen geringe Bezahlung ihre Handys und Smartphones am Gemeindehaus laden können. Die erste komplett und unabhängig im Land produzierte Turbine hat somit ihren Dienst aufgenommen! Ein Dorfbewohner kümmert sich um die Instandhaltung des Systems und die Verwaltung der Einnahmen, wobei er für seine Dienste am Gewinn beteiligt ist. Und es kommt noch besser: Paul hat außerdem ein sehr gemeinnütziges und funktionales Konzept zur Gewinnverteilung implementiert. Er nimmt nur einen fixen Betrag um seine Ausgaben auszugleichen, der Rest des Gewinns geht bedingungslos zu 50% an die finanziell Bedürftigen im Dorf.“

Die Arbeit der Ingenieure ohne Grenzen stützt ausschließlich auf Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Zuschüssen (z.B. von Stiftungen).

Weitere Informationen über das Projekt der Kommunalgruppe Regensburg und die Möglichkeit zu helfen unter diesem Link: https://ingenieure-ohne-grenzen.org/de/projekte/deu-iog04

Globale Ziele: https://www.globalgoals.org/

Photo by Bill Oxford on Unsplash

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Geschrieben von Nina von Kalckreuth

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2 Kommentare

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  1. Hallo Nina, danke, dass Du über Ingenieure ohne Grenzen geschrieben hast. Eine kleine, aber wichtige Korrektur: Wir stützen unsere Arbeit nicht auf staatliche Fördermittel, sondern ausschließlich auf Spenden, Mitgliedbeiträge und Zuschüsse (z.B. von Stiftungen).

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