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Eingriff oder Entwicklung – Die Brille, die Emotionen lesen kann

Mein erster Gedanke als ich hörte, dass es eine Brille gibt, die Emotionen erkennt war: wir sind in der gefürchteten, gedanken-manipulierenden Zukunft angekommen. Danach warfen sich jedoch einige Fragen auf: Welche Vorteile hat eine Brille, die Emotionen lesen kann? Ist dies ein Eingriff in die Privatsphäre oder eher eine Erleichterung in verschiedenen Bereichen des Lebens? Es lässt sich diskutieren, ob die von der Forschungsorganisation Fraunhofer IIS entwickelte „SHORE Google Glass“ angemessen eingesetzt wird.

Was kann die Brille erkennen? 

◦Geschlecht 

◦Alter 

◦Emotionen  

Wofür wird die Brille verwendet? 

◦Marketing 

◦Kognitive Robotik 

◦Gesundheitsförderung 

Das die Brille Emotionen des Gegenübers erkennen kann, ist beispielsweise für Firmen interessant, die analysieren wollen, ob Ihre Produkte gewisse Emotionen auslösen. So könnten Sie beispielsweise im Supermarkt beobachtet werden, damit herausgefunden werden kann, welche Produkte besonders beliebt bei den Käufern sind. Die Brille kann zwar keine Menschen erkennen und einen Namen zuordnen, dennoch ist es fraglich, ob ein Einkauf im Supermarkt und was man sich im Regal anschaut nicht eher Privatsache ist. 

Auf der anderen Seite kann die Brille auch im gesundheitlichen Bereich eingesetzt werden. Autismus ist eine Entwicklungsstörung, die unter anderem dazu führt, dass Betroffene Schwierigkeiten haben Emotionen anderer Menschen zu erkennen. Somit können soziale Situationen und Kontakt mit Menschen oft kompliziert werden. Wenn die „Google SHORE Glass“ so eingesetzt würde, dass diese Menschen Zugang zu der Brille hätten, wäre die Brille eine Art Heilung oder Lösung für Betroffene. 

 

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